Newsletter 3/2019

Newsletter 03/2019 Herbst

Neue Praxis an der Ostsee

Die Medic Assistance Business Health GmbH expandiert weiter und vergrößert ihr Einzugsgebiet! Ganz im Norden Deutschlands, in Bergen auf der Insel Rügen wird zukünftig die insgesamt vierte betriebsärztliche Praxis ihr Zuhause haben. Mit der Praxis auf Rügen und den bereits bestehenden Praxen in Berlin, Nürnberg und Ulm decken wir nun große Teile Deutschlands ab. Die neue betriebsärztliche Praxis in Bergen auf Rügen öffnet ihre Türen am 4. November und heißt Sie herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf Sie! Nähere Informationen finden Sie auf unserer Praxisseite.

Aushangpflicht im Unternehmen

Damit der Arbeitnehmer selbst in der Lage ist, seine Rechte prüfen zu können, müssen einige Rechtsvorschriften in jedem Betrieb ausgehängt werden. So sollen die Arbeitnehmer gänzlich unabhängig vom Informationsfluss des Arbeitgebers sein. Die Aushangpflicht sollte in jedem Fall ernst zu nehmen sein.

Eine Missachtung dieser kann empfindliche Strafen nach sich ziehen. Allein für die Verletzung der Aushangpflicht in Bezug auf die wichtige DGUV-Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ drohen Bußgelder von bis zu 10.000€. Eine Übersicht über alle aushangpflichtigen Gesetze finden Sie hier. Von der Aushangpflicht betroffen sind auch die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR). Diese werden in regelmäßigen Abständen überarbeitet, so dass immer die neueste Version in Ihrem Betrieb ausgehängt werden sollte.

Sie haben kein Schwarzes Brett oder favorisieren eine digitale Variante? Kein Problem! Die Aushangpflicht kann nämlich auch in digitaler Form vonstattengehen. Dann müssen alle entsprechenden Regelungen Ihren Mitarbeitern in elektronischer Form – Intranet, CD-ROM, Datei auf dem PC, Internet – vorliegen. Gleichzeitig muss vom Arbeitgeber sichergestellt werden, dass wirklich jeder Mitarbeiter Zugang zum Ablageort besitzt.

Spazieren gehen in der Mittagspause ist gesetzlich nicht unfallversichert

Diese Regelung hat der 9. Senat im Hessischen Landessozialgericht nun entschieden. Dem vorausgegangen war ein Unfall eines Versicherten, der beim Spazieren gehen in der Mittagspause über eine Steinplatte stolperte und sich an den Handgelenken sowie am Knie verletzt hatte.

Für die Berufsgenossenschaft hingegen war der Fall schnell klar: Unter einem Spaziergang in der Mittagspause wird eine eigenwirtschaftliche Verrichtung verstanden, die nicht gesetzlich unfallversichert ist. Damit wird ein Unfall beim Spazieren gehen nicht als Arbeitsunfall im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung verstanden.

Der Versicherte gab sich damit nicht zufrieden und meinte, dass aufgrund seiner Arbeitsbelastung eine Pause zur Fortsetzung der Arbeit notwendig gewesen sei. Aber auch das änderte nichts an der Sachlage. Denn Spazierengehen ist keine Haupt- oder Nebenpflicht aus dem Beschäftigungsverhältnis. Darüber hinaus besteht prinzipiell keine arbeitsrechtliche Verpflichtung zu gesundheitsfördernden Handlungen oder Handlungen, die, wie im Fall des Versicherten, der Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit dienen. Spazieren gehen ist vielmehr als eine privatnützige Verrichtung anzusehen und damit ähnlich wie Einkaufen, Essen, Trinken oder Joggen.

Grippeschutzimpfung Newsletter 3/2019

Damit Sie und Ihre Mitarbeiter die Grippesaison unbeschadet überstehen, gibt es Schutzimpfungen, die zum Portfolio der arbeitsmedizinischen Vorsorge von Betriebsärzten zählen. Insbesondere zu Zeiten der Grippewellen eine äußerst hilfreiche Sache. Die Schutzimpfungen sind für Menschen mit einem erhöhten Risiko einer tätigkeitsbedingten Infektion gedacht.

Das im Jahr 2015 verabschiedete Präventionsgesetz (PrävG) leistet einen wichtigen Beitrag zur Impfprävention und soll dazu beitragen, die Impfquote in der Bevölkerung zu verbessern. Die Arbeitswelt stellt diesbezüglich das größte Präventionssetting dar. Durch die Leistungserbringung von Betriebsärzten, welche durch die gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt wird, soll die Versorgung der Bevölkerung mit Schutzimpfungen, wie der Grippeschutzimpfung, verbessert werden.

Arbeiten im Homeoffice

Das mobile Arbeiten sowie Arbeiten im Homeoffice sind mittlerweile zu festen Bestandteilen der Arbeitsstrukturen fast aller Betriebe und Unternehmen geworden. Auch die Anzahl nimmt quantitativ immer mehr zu. Doch wie sieht es eigentlich mit dem Arbeitsschutz im Homeoffice aus?

Für Arbeitnehmer, die von Zuhause aus arbeiten, gelten die gleichen arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften wie für Beschäftigte vor Ort im Betrieb. So sind unter anderem das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sowie die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) zu beachten.

Dadurch wird auch eine Gefährdungsbeurteilung unabdingbar. Der Arbeitgeber hat die Pflicht, alle notwendigen Maßnahmen, die für die sichere Bereitstellung und Benutzung der arbeitgeberseitig überlassenen Arbeitsmittel notwendig sind, zu ermitteln. Außerdem sind bestimmte Maßgaben der Arbeitsstättenverordnung zu beachten und somit auch physische und psychische Belastungen zu ermitteln.

Diese Bedingungen stellen den Arbeitgeber allerdings vor eine große Herausforderung. Um seinen Schutzpflichten im Hinblick auf seine Arbeitnehmer, die im Homeoffice arbeiten, nachzugehen, müsste dieser die privaten Räumlichkeiten des Arbeitnehmers betreten. Dazu fehlt ihm aber das Zugangsrecht. Somit stellt sich die Frage, wie die Schutzplichten also erfüllt werden sollen?

Die einzige Lösung bietet hier die Mitwirkungspflicht des Arbeitnehmers. Die Beschäftigten sind nämlich verpflichtet, bei der Arbeit für ihre Sicherheit und Gesundheit zu sorgen. Jede unmittelbar erhebliche Gefahr muss unverzüglich gemeldet werden. So kann auch das Arbeiten im Homeoffice arbeitsschutztechnisch gefahrlos bewältigt werden. Nähere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

Weitere Fragen zu den gesetzlichen Bestimmungen? Dann können wir Ihnen sicher weiterhelfen: marketing@medicassistance.de.

Gesund durch den Tag

Immer mehr Unternehmen sorgen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Durch den Wunsch der Mitarbeiter nach einer Work-Life-Balance und der harmonischen Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sich für die Unternehmen eine Strategie entwickelt, die sich auszahlt.

Von Angeboten zur Stressbewältigung über gesundes Kantinenessen bis hin zu einem zeitgemäßen und situationsgerechten Führungsstil – das alles sind Möglichkeiten für Unternehmen, einen eigenen Beitrag zur körperlichen und psychischen Gesundheit der Mitarbeiter zu leisten. Die positiven Affekte, wie zum Beispiel ein verbessertes Betriebsklima, die Erhöhung der Zufriedenheit, Produktivität und Motivation oder das Reduzieren von Krankheitskosten und Fehlzeiten, sind als direkte Folgen der Unternehmensstrategie zur Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter anzusehen.

Doch nicht nur die Unternehmen können sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter einsetzen. Die Mitarbeiter selbst haben es größtenteils in der Hand, wie gesund sie leben und wie gesund sie den Arbeitsalltag bewältigen. So kann bereits ein gesundes Frühstück für einen optimalen Start in den Tag sorgen. Genügend Wasser, Tee oder Kaffee sowie ausreichend Pausen mit Stoßlüften und Bewegung helfen, gesund durch den Alltag zu kommen.

Bleiben Sie gespannt! Newsletter 3/2019

Das war der Newsletter 3/2019. Doch der nächste kommt schon bald und versorgt Sie wieder mit jeder Menge Neuigkeiten rund um die aktuelle Gesetzeslage, unternehmensbezogene Informationen sowie Tipps & Tricks.