Newsletter: 2-2010 . 1-2010 . 3-2009 . 2-2009 . 1-2009

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Rechtliche Neuerungen 2010

Rechtliche Neuerungen

1. Eine Neuerung aus dem Bereich Arbeitsschutz und Anlagensicherheit stellt die DIN EN 15635 für Regalanlagen dar. Die neue EU-Norm konkretisiert die bereits aus der Betriebssicherheitsverordnung bestehende Pflicht zur Überwachung von Regaleinrichtungen. Pflicht eines Lagerbetreibers ist nun eine mindestens jährliche Inspektion der Regaleinrichtungen durch eine fachkundige Person. Kommt es zu einem Personen- oder Sachschaden durch umstürzende Regale oder Regalteile, kann aufgrund einer nicht durchgeführten Regalinspektion der Verantwortliche einen Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht begangen haben.

2. Am 1. April beginnt das Zeitalter der digitalen Nachweisführung für gefährliche Abfälle. Ab diesem Zeitpunkt müssen Begleitscheine digital geführt werden. Für Abfallerzeuger gefährlicher Abfälle gilt noch eine Schonfrist bis Ende Januar 2011.

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FSME breitet sich in Europa weiter aus

FMSE

Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) breitet sich immer weiter aus. Insbesondere trifft es den Osten Europas (Quelle: Institut für Tropenmedizin Berlin, Dr. Christian Schönfeld, Ärztezeitung 02.03.2010). Da es keine kausale Therapie gegen die von Zecken übertragene Virusinfektion gibt, ist der Impfschutz derzeit besonders zu empfehlen.

UDer FSME-Impfstoff enthält inaktivierte, d. h. abgetötete und somit nicht mehr vermehrungsfähige FSME-Viren. Eine Erkrankung kann folglich durch eine Impfung nicht ausgelöst werden. Der Körper wird jedoch angeregt Abwehrstoffe zu bilden. Diese sog. Antikörper schützen den Organismus bei einer späteren Ansteckung mit dem Erreger (Immunisierung).

Um die Wirksamkeit des Impfstoffes zu erhöhen ist ein sog. Hilfsstoff (Adjuvans) beigefügt. Der Impfstoff wird in den Muskel gespritzt und ist sehr effektiv. Trotzdem schützt dieser Impfstoff nur einige Jahre und muss regelmäßig aufgefrischt werden. Für eine vollständige Grundimmunisierung gegen FSME sind drei Einzelimpfungen innerhalb eines Jahres vorgesehen. Allerdings ist in begründeten Einzelfällen auch eine „Schnellimmunisierung“ möglich.

Grundimmunisierung

Für Europa gilt die Faustregel: Je weiter man nach Osten kommt, desto höher ist das FSME-Risiko. Allerdings ist das Risiko auch in Skandinavien sehr hoch, zum Beispiel im Süden von Schweden, Finnland und Norwegen. Gleiches gilt auch für Österreich, die Schweiz, Frankreich und Norditalien. Die FSME-Impfung bietet einen sicheren Schutz, auch gegen die meist chronisch verlaufende, in Russland vorkommende RSSE.

Eine passive Impfung nach einem Zeckenstich ist in Deutschland seit dem Jahr 2003 nicht mehr möglich, da entsprechende Präparate nicht mehr zur Verfügung stehen.

Jetzt ist es an der Zeit die aktive Impfung zu beginnen, bevor es zu einer möglichen Infektion kommt. Sprechen Sie uns an, wir führen die Impfungen und die Impfkontrollen für Sie durch: Beratend, sicher und kostengünstig!

Hier können Sie sich informieren und einen Impftermin für Ihr Unternehmen absprechen:

Telefon +49 (0) 1805 19 12 13*

*) € 0,14 pro Minute aus dem Deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 Euro/Minute.

Zahl der Risikogebiete ist wieder gestiegen

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts Berlin (RKI) ist die Zahl der Risikogebiete angestiegen. So kamen 2009 die Kreise Unterallgäu, Oberallgäu und Memmingen dazu. Erste Erkrankungen folgten auch im Norden, etwa in Hamburg, Niedersachsen oder Schleswig-Holstein, im Saarland und Nordrhein-Westfalen, sowie in Mecklenburg-Vorpommern.

An der ebenso von Zecken übertragenen Lyme-Borreliose erkranken jährlich bundesweit 80.000 bis 100.000 Menschen. Eine Impfung gibt es gegen diese Erkrankung nicht, wohl aber gut wirksame Antibiotika. Bemerkt ein Infizierter beispielsweise einen rundlichen, roten und fransig umrandeten Fleck auf der Haut, kann er noch Medikamente dagegen einnehmen, bevor die Erreger das Nervensystem befallen

Was bedeutet FSME?

Das FSME-Virus löst eine Erkrankung aus, die mit grippeähnlichen Symptomen einhergeht. Es kommt zu Fieber und bei einem Teil der Betroffenen zu einer Meningoencephalitis - der gefährlichen Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten. Da es sich um eine Virus-Infektion handelt, ist die Grunderkrankung nicht mit Antibiotika heilbar.

Wie verläuft eine FSME-Infektion?

Phase 1:
Die durchschnittliche Zeit zwischen dem Zeckenstich (der Infektion) und ersten klinischen Symptomen beträgt zwischen 5 und 14 Tagen. Diese erste Phase kann bis zu einer Woche dauern und beginnt mit unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber, Schnupfen - ähnlich wie bei einer Sommergrippe.

Phase 2:
Nach einer anschließenden, fast beschwerdefreien Zeit von durchschnittlich einer Woche, kommt es bei jedem dritten Patient zu einem zweiten Krankheitsschub. Diese zweite Phase zeigt neurologische Symptome mit fast abrupt einsetzenden Kopfschmerzen und hohem Fieber. Der Erreger kann Infektionen der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks verursachen. Jeder Zehnte erleidet dauerhafte Schäden, wie Lähmungen, Koordinationsstörungen und psychische Veränderungen.

Phase 3:
Es besteht keine Möglichkeit der ursächlichen Therapie. Spezielle antivirale Medikamente gibt es noch nicht. Lediglich eine symptomatische, also auf Linderung konzentrierte Behandlung ist möglich. Der beste Schutz ist die Impfung gegen FSME.

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Aktualisiert: Normen für Verbandskästen DIN 13 168-D

Unbedingt beachten: Die DIN 13 157, die den Inhalt von Verbandkästen für den betrieblichen Bereich festlegt, wurde zu Jahresbeginn geändert. Jeder Verbandkasten enthält ein Inhaltsverzeichnis, in dem die Norm abgedruckt ist und nach dem der Verbandkasten befüllt sein muss.

Verbandskasten

Hier die Neuerungen im Einzelnen:

Erhöht hat sich die Anzahl von:

  • 2x Dreiecktuch DIN 13 168-D; bisher 1x

Verringert hat sich der Inhalt:

  • 4x Fingerkuppenverband (bisher 5)
  • 4x Fingerverband 120 x 20 (bisher 5 von E 18 x 2)
  • 4x Pflasterstrip 19 x 72 (bisher 10)
  • 1x Verbandpäckchen DIN 13 151-G (bisher 2)
  • 2x Fixierbinde DIN 61 634 FB 6 (bisher 3)
  • 2x Fixierbinde DIN 61 634 FB 8 (bisher 3)
  • 5x Vliesstoff-Tuch (bisher 10)

Ganz weggefallen ist der Inhalt:

  • 1x Verbandtuch DIN 13 152 BR
  • 1x Netzverband für Extremitäten

Unverändert bleibt der Inhalt:

  • 1x Heftpflaster DIN 13 019-A, 5 x 2,5
  • 8x Wundschnellverband DIN 13 019-E, 10 x 6
  • 3x Verbandpäckchen DIN 13 151-M
  • 1x Verbandtuch DIN 13 152-A
  • 6x Kompresse 100 +/- 5 x 100 +/- 5
  • 2x Augenkompresse
  • 1x Rettungsdecke DIN 58 279 B-190
  • 1x Schere DIN 58 279 B-190
  • 2x Folienbeutel
  • 4x Einmalhandschuhe DIN EN 455
  • 1x Erste-Hilfe-Broschüre
  • 1x Inhaltsverzeichnis Verbandkasten DIN 13 157.

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Schlaganfall schlägt früher zu

Schlaganfall

Eine Gruppe von US-Forschern hat jetzt die Daten von Schlaganfallpatienten an 17 Kliniken unter die Lupe genommen. Mitte der 90er Jahre waren mit Schlaganfall in die Klinik eingewiesene Patienten im Schnitt 71,3 Jahre alt. Etwa 10 Jahre später trat dieses Ereignis im Leben der Betroffenen schon drei Jahre früher auf: 2005 betrug das Durchschnittsalter der Patienten 68,4 Jahre. Ein Vergleich der nach Alter aufgeschlüsselten Daten ergab, dass Schlaganfälle in der Gruppe der 65-jährigen zwischen beiden Zeitperioden abgenommen hatten. Dagegen gab es in der Altersgruppe der unter 45-jährigen einen gegenläufigen Trend: Waren noch Mitte der 90er Jahre 4,5 % aller Schlaganfallpatienten jünger als 45 Jahre, lag ihr Anteil 2005 schon bei 7,5 %.

Nun kann vermutet werden, dass die steigende Prävalenz von Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes, Rauchen und Bluthochdruck speziell in jüngeren Personengruppen ihren klinischen Niederschlag findet. Auch ständig zu viel Salz in der Nahrung erhöht das Risiko.

Wichtiger denn je, ist also Bewegung und sinnvolle Prävention: Durch gesunde Lebensführung Risikofaktoren reduzieren und somit auch im Alter gesund bleiben! Das wollen wir doch alle?

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Antibiotika - gehen Sie richtig damit um?

Antibiotika werden oft falsch angewendet: Zur Behandlung der falschen Infektion, in der falschen Dosierung und für eine falsche Zeitspanne. Bei der Behandlung mit Antibiotika ist folgendes zu beachten:

  • Lassen Sie sich vom Arzt umfassend informieren.
  • Das verordnete Antibiotikum nicht vorzeitig absetzen, auch wenn Sie sich gesund fühlen.
  • Halten Sie die vorgegebene Dosierung genau ein.
  • Nicht aufgebrauchte Antibiotika müssen über Apotheken entsorgt werden.
  • Behandeln Sie sich in keinem Fall mit „Restbeständen“ selber.
  • Ein Antibiotikum sollten Sie nur mit Wasser einnehmen.
  • Bis zu zwei Stunden nach der Einnahme keine Milch trinken!
  • Magenempfindliche Menschen sollen das Antibiotikum nach den Mahlzeiten einnehmen.

Patienten mit einem empfindlichen Darm sollten während der Behandlung mit einem Antibiotikum täglich einen Becher Naturjoghurt essen. Das unterstützt die Funktion der Darmflora und verhindert Durchfall.

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Zu wenig Wertschätzung macht krank!

Zeitdruck, Verantwortung und komplexe Aufgaben können Arbeitnehmer auf Dauer krank machen. Das gilt besonders dann, wenn eine Tätigkeit nicht wertgeschätzt wird - davor warnt die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK).

Wertschätzung

Die Arbeitswelt ist in den letzten Jahren komplexer geworden. Nicht alle Arbeitgeber haben sich auch darauf eingestellt und verlangen von ihren Arbeitnehmern, dass teilweise komplexe Aufgaben ohne Pausen mit viel Verantwortung schnell erledigt werden. Das kann, so ergab eine Studie der BPtK, zu seelischen Belastungen und zu ernsthaften psychischen Erkrankungen führen. Die Studie belegt auch, dass Arbeitnehmer immer häufiger aufgrund von psychischen Erkrankungen arbeitsunfähig sind. Besonders problematisch wird es, wenn ein gravierendes Ungleichgewicht zwischen beruflichem Einsatz, Entlohnung und individueller Anerkennung besteht. Dabei ist das Gehalt nur ein Faktor, wichtig ist vor allem die Wertschätzung der Person, aber auch die möglichen Aufstiegschancen und die natürlich die Sicherheit des Arbeitsplatzes.

Arbeitnehmer dürfen nicht das Gefühl haben, dass die Arbeitsprozesse sich ihrer Steuerung entziehen. Als besonders gefährdet gelten Mitarbeiter in Callcentern, die sich zum Teil im Minutentakt mit unzufriedenen Kunden auseinandersetzen müssen. Das ständige Gefühl nichts daran ändern zu können und den von außen gesetzten Anforderungen nicht gerecht zu werden, das macht krank.

Psychisch gesund bleiben jene, die das Gefühl haben Einfluss auf Tätigkeitsabläufe nehmen zu können und deren Arbeitseinsatz angemessen honoriert werden. Hierbei spielt aber nicht nur die Vergütung sondern auch die Anerkennung eine entscheidende Rolle.

Immer häufiger erkranken deutsche Arbeitnehmer an Depressionen. Gerade Depressionen verursachen aber eine längere Krankschreibung als andere psychische Erkrankungsformen und ziehen hohe volkswirtschaftliche Kosten nach sich. Ein depressiv Erkrankter fehlt etwa 35 bis 50 Tage im Jahr. Unsere Betriebsärzte weisen immer wieder darauf hin, dass für eine wirksame Therapie einer Depression die frühzeitige Erkennung von entscheidender Bedeutung ist.

Das Thema ist in unserer Gesellschaft aber immer noch ein Stigma. Sprechen Sie also unbedingt offen über dieses Thema mit Ihrem Betriebsarzt oder einem Arzt Ihres Vertrauens. Menschen mit Depressionen brauchen eine psychotherapeutische Behandlung. Die Therapie ist lang anhaltend und wirkt längerfristig. Schieben Sie dieses Problem nicht auf die lange Bank.

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Sitzen Sie gut?

Verspannungen und Rückenschmerzen, das sind die logischen Folgen wenn das Sitzverhalten und die Sitzverhältnisse nicht zusammenpassen.

Sitzen

Dr. med. Iris Schnell, Fachärztin für Arbeitsmedizin von der Medic Assistance OHG sagt, wie Sie es richtig machen: „ Wählen Sie die Sitzhöhe so, dass die Sitzvorderkante ungefähr der Höhe des unteren Kniescheibenpunktes entspricht. Damit haben Sie beim Sitzen den Winkel zwischen Oberschenkel und Rumpf leicht geöffnet. Zwischen der Vorderkante des Stuhles und dem Unterschenkel sollen drei bis vier Finger passen.“

Die Rückenlehne muss sich der anatomischen Form der Wirbelsäule anpassen. Zur Einstellung der richtigen Tischhöhe werden die locker hängenden Arme um 90 Grad angewinkelt. Die ausgestreckten Zeigefinger befinden sich auf der Schreibtischfläche bzw. auf der PC-Tastatur. Der Abstand zum Bildschirm beträgt von der hinteren Sitzposition etwa eine Armlänge. Sitzen Sie so bequem? „Zappeln Sie ruhig“ sagt Frau Dr. Schnell, „ein sitzender Körper braucht viel Bewegung und immer wieder einen Haltungswechsel. Das hält fit, denn regelmäßige Bewegung tut nicht nur dem Körper gut, auch die geistigen Funktionen brauchen das.“ Daher raten wir zu einem Stuhl mit beweglicher Sitzfläche, denn diese passt sich den Haltungswechseln an und stabilisiert sich in den Sitzwinkeln, die dem Körper gut tun.

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Zertifkat

Unser Unternehmen ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2000

Ermächtigte Stelle zur
Aus- und Fortbildung in
„Erster Hilfe“ der Berufsgenossenschaften

Mitglied beim
BsAfB und VDBW